Veränderungen und autokratischer Führungsstil

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Eine Führungskraft führt autokratisch (autoritär), wenn sie auf der Basis von Machtfülle und Gehorsam der geführten Mitarbeiter Entscheidungen allein trifft und durchsetzt. Wie jeder andere „Führungsstil“ ist auch dieser natürlich eine modellhafte (verkürzende, andere Facetten ausblendende) Zuschreibung; in Reinform kaum … Weiterlesen

FC Bayern: Mehr desselben vs. Neuanfang

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Die Bayern haben nun also alles verpasst… das Triple, das Double und am bittersten den Heimsieg im Champions-League-Finale. Jeder wohlmeinende Beobachter (zu denen ich mich zähle), ist gut beraten, den Bayern Zeit für Trauer und Analyse zu lassen (wollte ich … Weiterlesen

Entscheiden durch Nichtentscheiden

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In Besprechungen unserer Klienten fällt mir häufig ein erstaunlicher Umgang mit Entscheidungen auf. Dabei beobachte ich besonders häufig drei Fallen. A. Die betreffende Gruppe achtet wenig auf Präzision und Abgrenzung bei dem, was sie beschließt. Dazu werden häufig Begriffe verwendet, … Weiterlesen

Herr Papandreou hat den Hebel gefunden – Chapeau!

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Europas Staaten haben in einem beispiellosen Kraftakt ein Rettungspaket für Griechenland geschnürt. Schuldenschnitt und Geldzuweisungen gegen Defizitabbau. Wochen- und Monatelang schienen alle Beteiligten in einem Kreislauf gefangen. Dieser sah in etwa so aus. Troika: Geldüberweisung nur gegen Konsolidierungsfortschritte ==> Griechische … Weiterlesen

Trainerwechsel

Die deutsche Fussball-Bundesliga im April 2011: Trainer A wechselt nach X, von dort wechselt Trainer B nach Y. Trainer C macht mit seinem Team ein entscheidendes Spiel bei seinem zukünftigen Verein. Man kann das bejammern (machen wir nicht), man sich auch wundern (machen wir: z.B. über Felix Magath, der sich in die Situation begibt, ohne Pause von einer würdelosen Schlammschlacht in den Abstiegsstrudel zu wechseln. Wie schafft der das bloß… mental und so?). Man kann sich auch der Frage zuwenden, ob denn solche Trainerwechsel „etwas bringen“ und vor allem warum.

In einem Team (System) von Profi-Fußballern ist der Trainer nicht nur ein Systemelement, sondern eine Schlüsselfigur, dessen Rolle in den letzten Jahren wahrnehmbar gewachsen ist. Diese Schlüsselfigur bestimmt sehr wesentlich die Beziehungen innerhalb des Teams, durch seine Trainings- und Spielphilosophie ebenso wie durch seine Kommunikation. Zur Klarstellung: Das gilt ebenso für die wortkargen Trainer – denn es ist ja nicht möglich, nicht zu kommunizieren (wie schon Paul Waczlawik erörterte). Wird aus diesem System der Trainer entfernt, dann ist das eine erhebliche Veränderung. War für die anderen Systemelemente (Spieler) die Beziehung problematisch oder gelingt es, den Trainer als Verursacher der jeweiligen Misere zu positionieren, dann kann durchaus erhebliche Energie frei werden, zumindest kurzfristig. Erklären lässt sich dieser Effekt mittels  einer Energieformel für Veränderungen, die auch für andere Veränderungen nutzbar ist:

Veränderungsenergie = Unzufriedenheit mit dem Status quo (Tabellensituation) * Attraktivität des Ziels (konkreter Tabellenplatz) * ein erster Schritt (Trainerwechsel).

Hieran dürfte auch deutlich werden, dass die so erzeugte Energie nur kurzlebig ist. Es sei denn, es gelingen weitere und vor allem nachhaltige Veränderungen im System.

Was lässt sich daraus für Teams und Teamentwicklung ableiten? Ein „Trainerwechsel“ – allgemeiner: ein Auswechseln von Schlüsselpersonen – bringt nur dann etwas, wenn weitere Dinge im System geändert werde. Der im Fußball zuweilen zu beobachtende Energieschub dürfte in der Arbeitswelt vernachlässigbar sein, weil diese wesentlich langsamer „tickt“ als der Profifußball.